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Das Geschäft  der Behinderten am Grenzübergang

Wenn sie den Grenzübergang Ruzizi I von Bukavu nach Ruanda überqueren wollen, bezahlen Frauen derzeit nichts, Männer dagegen 2 $. Die Händlerinnen von Bukavu machen sich dies zunutze, um sich (auf dem Markt in Cyangugu, Ruanda) mit Lebensmitteln zu versorgen, wie Maniok, Maismehl, Bohnen, und mit anderen wichtigen Produkten wie Zement, Petroleum, Seife, Hautöl etc. Die Überquerung der ruandischen Grenze ist für die kongolesischen Frauen kostenlos. Am kongolesischen Zoll aber haben die Zollbeamten weiterhin die Angewohnheit, willkürliche Gebühren zu erheben. Weil das so ist, begeben sich die Behinderten auf ihren Dreirädern an jedem großen Markttag an die Grenze, denn sie brauchen beim kongolesischen Zoll nichts zu bezahlen.

 

 

Dort machen sie ein unglaubliches Geschäft: Für einen Sack Maismehl zum Beispiel, der mit 0.5 $ zu verzollen wäre, nehmen sie 40 Francs (0.2$) von den Frauen. Ein Behinderter hat uns bestätigt, dass er aufgrund dieser Einkünfte angefangen hat, ein Haus zu bauen. Die Behinderten stellen sog. "pousse-pousseurs" an - Personen, die sie und ihre Dreiräder schieben - und bezahlen diese am Ende des Tages.